An alle High Potentials und Key Performer, Global Player und Opinion Leader, an Deep Diver und Innovation Driver, an alle Indoor Stepper und Power Napper, alle Urban Gardener und Facebook Farmer, an alle Laufbandläufer und Proteindrinktrinker, alle Insider und Upgrader, an all euch Meilen-Millionäre: "Macht erst mal ohne uns weiter."

Jack Daniel's - wir sind raus!

Mittwoch, 17. Februar 2016

USA - www (wild west & wine)

Würde uns Kalifornien überhaupt immer noch gefallen? Wir waren vor 20 Jahren letztmals dort und wollten es deshalb herausfinden. Allerdings mussten wir zuerst mal auf dem Landweg einreisen. Der Grenzübergang in Tijuana ist der meistfrequentierte der ganzen Welt. Jeden Tag passieren diesen rund 350'000 Menschen. Dementsprechend war auch die Warteschlange gigantisch. Uns hat es fast erschlagen, als wir diese Menschenmasse gesehen haben, unter drei Stunden anstehen schien hier gar nichts zu laufen. Nun, wenn man ein paar Dollars locker macht, geht's auch schneller und schon waren wir in den USA, ehe es uns so richtig bewusst war. Kein Ausreisestempel von Mexico, kein Einreisestempel der USA, keine Gepäckkontrolle...dass es so einfach sein würde, haben wir nun wirklich nicht erwartet. Der Gegensatz war echt krass. Auf der mexikanischen Seite noch ein riesen "Puff", zwielichtige Gestalten, Lärm, Dreck und Chaos pur und auf der anderen Seite der Grenzzäune angenehme Ruhe, alles schön geordnet, gläserne Paläste etc. - willkommen in der 1. Welt, welcome to the USA!

 

Wir haben uns zuerst ein paar tolle Tage in San Francisco gegönnt und sind dann ganz langsam in südlicher Richtung nach Los Angeles gefahren. Um es vorweg zu nehmen, unsere Reise ging mehrheitlich durch anschauliche Westerndörfchen und wunderbare Weinregionen. Eigentlich war das gar nicht so geplant, es sollte uns aber mehr als recht sein. Nach den drei Monaten Zentralamerika haben wir die Annehmlichkeiten der westlichen Welt sehr genossen und uns gut an den Kulturwandel gewöhnt. Allerdings haben wir uns mit dem amerikanische Essen gar nicht angefreundet. Kein Wunder, sind die Mehrheit dieser Leute überdurchschnittlich übergewichtig - was die alles essen und vor allem welche Mengen. So haben wir uns oft auf einem Weingut eine tolle Flasche Rotwein gekauft und im Hotel einen Salat zusammen "gschnätzlet", so passen uns die Jeans auch jetzt noch (einigermassen). Der Abschluss bildete ein Besuch in Hollywood. Dazu muss man nicht viel schreiben ausser dass dort wirklich extrem viele schöne, bekannte und reiche Leute leben. Es war spannend, all die Sachen, welche man nur aus dem Fernsehen oder Kino kennt, mal selber zu sehen. Allerdings wirkt der Überfluss an Luxus dann doch fast schon ein wenig dekadent.

 

So, heute ist die letzte Nacht in Los Angeles - morgen früh nehmen wir die Überquerung des Pazifiks in Angriff. Als erstes fliegen wir nach Hawaii. Was uns dort genau erwartet, wissen wir natürlich noch nicht. Wenn aber nur die Hälfte davon stimmt, was wir von Leuten erfahren haben, müssten das zauberhafte Inseln sein. Ihr werdet es erfahren, bis dann- Aloha!


Willkommen in...


...San Francisco

Drüber sind wir natürlich auch gefahren


sie scheint die Aussicht aufs Meer zu geniessen

und er das blühende Rapsfeld im Weinberg

die Robert Mondavi Winery - ein bezaubernder Ort

sollen wir uns im Saloon ein Whiskey genehmigen?

wir haben uns anders entschieden

allerdings gab es im Saloon ein saftiges Steak

world of glamour...

...stars...

...und schönen Leuten

 

Samstag, 6. Februar 2016

Mexico - die Traumstrasse

Die Baja California – einer der letzten Traumstrassen dieser Welt. Wir wollten die westlich von Mexico gelegene 1‘200 Kilometer lange Landzunge unbedingt bereisen und nahmen daher einige (auch finanzielle) Strapazen auf uns. Ohne eigenes Fahrzeug läuft auf dieser Halbinsel gar nichts und da die Einwegmieten derart hoch sind, mussten wir uns diesen Trip genauestens überlegen. Nun wir haben uns dafür entschieden und wurden von der ersten Minute an mit traumhaften Impressionen belohnt. Wer diese Strasse nicht selber gefahren ist, kann sich nur schwer vorstellen, welch  vielfältige Abwechslung einem geboten wird.

 

Alles hat ganz unten am Cabo San Lucas begonnen. Von dort aus sind wir immer Richtung Norden gefahren. Unser Ziel war Tijuana, die Grenzstadt zu den USA, welche über 1‘500 Fahrkilometer entfernt liegt. Die Strasse ist einsam und staubig, die Hitze allerdings erträglich, auch hier ist es „Winter“. Eine stundenlange Fahrt auf Strassen für uns alleine, hie und da ein entgegenkommender Truck,  manchmal eine Tankstelle, sonst nichts ausser Berge, Halbwüste, Kakteen und das tiefsatte Blau des Himmels. Auf einmal der Blick auf den Golf von Kalifornien, unbeschreiblich schön, gottverlassen und so unberührt – dass es so etwas überhaupt noch gibt. Übernachtet wird in einem beschaulichen Dörfchen. Das langsame Tempo mit der ruhigen Atmosphäre, weit weg von Stress und Hektik, steckt an. Zum "Znacht" gibt es Fisch Tacos, haben wir je schon einmal etwas köstlicheres gegessen? Am anderen Morgen zurück ins Landesinnere, wieder nur wir, unser Auto und die Natur - bis zum nächsten Halt, eine koloniale Minenstadt aus früheren Zeiten. Übernachtet haben wir standesgemäss ganz im kolonialen Ambiente - wenn dieses Hotel Geschichten erzählen könnte. Volltanken, es geht weiter – etwas Grosses wartet auf uns. Das erste Mal in unserem Leben sehen wir Grauwale, was heisst sehen, wir können sie fast berühren. Die Meeressäuger kommen so nahe an unser Boot, dass wir vor deren majestätischen Pracht förmlich erstarren - eindrücklich, unvorstellbar und fast surreal (ein Wort, dass wir immer wieder brauchen um unsere Eindrücke zu beschreiben). Sie spielen und scheinen gefallen an unserer Gesellschaft zu haben, sie wollen fast nicht mehr gehen und wir auch nicht. Am Schluss haben wir Dutzende solcher Kolosse um uns, wir sind entzückt.  Am nächsten Morgen nehmen wir weiter Kurs Richtung Norden. Motor starten, Countrymusik voll aufdrehen und ab gehts „on the road to Tijuana“ –  ganz alleine auf dem Highway, nur zwischendurch mal eine Militärkontrolle. Wir haben genug Zeit um einen Abstecher an eine gottverlassene Beach zu machen und geniessen den Sonnenuntergang, war hier vor uns überhaupt schon je eine Menschenseele? Gegen den Schluss machen wir einen Abstecher in einen zauberhaften Nationalpark auf 2‘500 M.ü.M. Als ob wir nicht schon genug Eindrücke gesammelt hätten, erwartet uns eine tiefe Winterlandschaft wie im Märchen, das definitive Tüpfchen auf dem i.

 

Der krönende Abschluss wird heute der Besuch in der Weinregion des Valle de Guadalupe bilden. Ganz bestimmt werden wir auf einem Weingut noch einmal über die unvergesslichen zehn Tage schwärmen und auf die unfallfreie und so beeindruckende Reise anstossen – dass wir das überhaupt erleben durften. Weiter geht es am Sonntag über die Grenze in die USA und gleich weiter Richtung Norden in eine unserer Lieblingsstädte – San Francisco!



am Kap beginnt die Traumstrasse - unser Ziel liegt 1'500 km nördlich

der letzte Sonnenuntergang vor der Abfahrt - wir sind bereit

kein Verkehr - nur wir, unser Auto und die Natur
 
er hat's nicht geschafft
 
nach hunderten Kilometer von Wüste endlich das Meer - traumhaft

das einzige Haus weit und breit - dieser Ausblick

wir sind hin und weg von der Schönheit der Baja California
 
er hingegen scheint sich an diesen Ausblick gewöhnt zu haben

wir sind (zum Glück) noch lange nicht am Ziel
unzählige Kakteen in hunderten verschiedener Arten
  
logieren in kolonialem Ambiente
eine schön feuchte Begrüssung

die Mutter hat auch gleich ihr einmonatiges Kalb mitgebracht

ein schöner Abschiedstanz, extra für uns
 
wir warten auf Militärkontrolle Nr. 4

war hier vor uns auch schon jemand?

das krönende Schlussbouquet - ein Wintermärchen

ein letzter Blick hinaus in Meer - wir werden davon träumen