An alle High Potentials und Key Performer, Global Player und Opinion Leader, an Deep Diver und Innovation Driver, an alle Indoor Stepper und Power Napper, alle Urban Gardener und Facebook Farmer, an alle Laufbandläufer und Proteindrinktrinker, alle Insider und Upgrader, an all euch Meilen-Millionäre: "Macht erst mal ohne uns weiter."

Jack Daniel's - wir sind raus!

Samstag, 30. Juli 2016

Sri Lanka - Kultur, Tee und Nostalgie

Ganz ehrlich, am liebsten wären wir noch ein wenig auf Bali geblieben, hätten gerne noch ein paar angenehme Wochen genossen und uns dann auf den Heimweg Richtung Schweiz gemacht. So mussten wir uns selber ein wenig für die Weiterreise nach Sri Lanka motivieren. Nicht, weil dieses Land nicht spannend und interessant wäre, nein, weil wir befürchteten, dass die Reise durch diese Insel im Indischen Ozean ziemlich sicher noch einmal aufwändig und beschwerlich werden würde. Als wir dann noch erfuhren, dass für den Trip in den Norden keine Zugtickets mehr erhältlich sind, war der Kessel definitiv geflickt – es erwartete uns eine erste Fahrt in einem Bus des 1958 gegründeten „Sri Lanka Transport Board“, kurz auch „Monster“ genannt.

 

Wir landeten in Colombo, bezogen ein tolles Gasthaus, erkundeten die Metropole in einem ausgedehnten Spaziergang und, ob ihrs glaubt oder nicht, ergatterten uns am Abend noch ein 1-Klasse Ticket mit dem Zug, scheinbar hatte jemand seine Fahrscheine zurückgebracht. Die Vorzeichen für den weiteren Verlauf der Reise waren also sehr gut. Die ersten paar Tage gingen wir auf Entdeckungstour im kulturellen Dreieck. In dieser Region befand sich über 1'500 Jahre das Zentrum von Sri Lankas Zivilisation. Vier der acht UNESCO-Welterbestätten liegen nicht mehr als 100 km voneinander entfernt. Diese Orte waren magisch, einzigartig und überwältigend, die Hitze hingegen schier unerträglich. So plangten wir fast täglich darauf, dass wir endlich ins Hochland reisen können. Auf einer Höhe zwischen 1'200 und 1'900 M.ü.M war die Luft dann auch klarer und frischer, und manche Ecke erinnerte uns ans die geliebte Heimat. Es muss den englischen Kolonialherren, welche das Land bis 1948 unter der britischen Krone regiert haben, ähnlich ergangen sein. Gerne entflohen sie der Hitze im Tiefland um sich in den höheren Lagen zu erholen. Das brittische Erbe ist in Sri Lanka noch allgegenwärtig, in gewissen Orten hatte man sogar das Gefühl, dass die Engländer erst gerade vor ein paar Wochen abgezogen wären. Unser Fortbewegungsmittel war mehrheitlich der Zug und damit äusserst komfortabel. Seit den Pionierjahren der Eisenbahn in Sri Lanka um 1865 scheint sich nicht viel geändert zu haben. Zwar sind die meisten Dampfloks durch Diesltriebwagen ersetzt worden, doch immer noch tuckern die Züge gemächlich durch die Lande und ächzen im Hochland die steilen Trassen hinauf – das ist Nostalgie pur! Und dann kamen wir zum bekanntesten Exportgut der Insel – dem Ceylon Tea. Wir haben auf unseren Reisen immer wieder Teeregionen besucht aber das hier übertrifft alles. Man fährt stundenweise durch Teeplantagen, sieht den Pflückerinnen zu und geniesst am Abend ein Tässchen dieser wohlduftenden Essenz. Das sind Augenblicke, welche tief auf uns wirken und uns erklären, wieso Sri Lanka bei so vielen Reisenden zur Topdestination gehört und eigentlich ein "must do" ist.

 

Für uns geht es übermorgen wieder runter vom Hochland - zum Abschluss gönnen wir uns etwas ganz besonderes. Wir leisten uns in einem kleinen Resort eine zehntägige Ayurvedakur und wollen so unserem Körper und unserer Seele etwas für die zum Teil doch auch anstrengende Reise zurückgeben. In Vorbereitung zur Kur hatten wir in Sri Lanka ideale „Trainingsbedingungen“. Alkohol kriegt man auf der Insel fast nur ilegal und zu Wucherpreisen, also liessen wir es ganz sein. Da der Tee dominiert, kann man den Kaffee kaum trinken, auch hier lebten wir zwei Wochen abstinent. Zu guter Letzt ist das Essen in Sri Lanka fast ausschliesslich vegetarisch (und äusserst lecker), da brauchte es für uns gar kein Fleisch. Das Resultat ist erstaunlich, wir schlafen wie Murmeltiere, haben Energie zum Bäume ausreissen und sind erholt wie nur etwas – wie wird das wohl nach der Kur noch rauskommen?

 

In zwei Wochen fliegen wir nach Hause und freuen uns auf euch liebe Leser. Den Blog schliessen wir damit aber nicht. Wir haben noch das eine oder andere im Köcher und Jack Daniel’s worldtrip ist somit noch nicht zu Ende. Wir bleiben dran und ihr hoffentlich auch.



bereit für die erste Zugsreise - wir haben Tickets


wir nehmen Kurs Richtung Norden

das Bahngleis dient auch noch anderen Zwecken

spirituelle Stimmung im kulturellen Dreieck

wunderschöne Tempel zieren das Bild
unterwegs sind wir auf modernen Bikes
wiederum eine andächtige Atmosphäre
die Pilger bei der Mittagspause

Rambutans haben wir kiloweise verschlungen
damit wir diese Felsenfestung erklimmen können

geschafft -  der Aufstieg war äusserst schweisstreibend
diese Reise führt uns in die Berge

zum weltberühmten Ceylon Tee
Tea-Time, wie bei den Britten

sogar mit Pferderennbahn
mit dem Zug stundenweise durch Teehügel

und zu Fuss auf einen anderen Hügel

beim Abstieg einmal mehr an Teesträuchern vorbei

und zurück ins Dorf den Gleisen entlang
wunderbares Essen erfreut unser Gemüt




Mittwoch, 6. Juli 2016

Indonesien - easy going

Die letzten zehn Tage haben wir ziemlich gemütlich auf einem tropischen Eiland zwischen Bali und Lombok verbracht – Gili Air. Der Tagesablauf war jedes Mal identisch und sah genau so aus: Frühstück im palmenbewachsenen Restaurant unserer Unterkunft, anschliessend zwei Tauchgänge für Dani und eine 90-minütige Yogalektion für Jacqueline, weiter ging es mit einem leichten Lunch, dann sind wir um die Insel spaziert (ca. 1 ½ Stunden), schliesslich gab es eine Abkühlung im Pool und nach dem Duschen ging es via Apéro zum Nachtessen. Wie langweilig, sagt ihr euch vielleicht aber für uns war es einmal mehr paradiesisch (ihr könnt dieses Wort von uns wahrscheinlich schon gar nicht mehr hören) und wenn es ein Garten Eden (über- und unterwasser) überhaupt gibt, dann sind es wohl tatsächlich die Gili Inseln. Wir haben dort alles so perfekt vorgefunden - sei es die Tauchschule, das Yogahaus oder die heimeligen Bungalows - dass uns der Abschied schon sehr schwer gefallen ist. Inzwischen sind wir wieder auf dem balinesischen Festland wo Dani unbedingt noch zum Schiffswrack der USAT Liberty aus dem 2. Weltkrieg tauchen will. In rund zehn Tagen geht unser Indonesienaufenthalt mit etwas Wehmut zu Ende, bis dahin werden wir aber bestimmt noch weitere gemütliche Erlebnisse in dieser wunderbaren Umgebung geniessen können. Im Wissen, dass wir mit unserer letzten Destination Sri Lanka ziemlich sicher noch einmal einen weiteren Höhepunkt vor uns haben, freuen wir uns auf alles, was noch vor uns ist.




keine Autos, nur sandige Wege und Kutschen

unser allabendlicher Ausblick aufs Meer

Schuhe braucht man auf den Gilis eigentlich keine

wie idyllisch

vor dem kühlen Bier noch schnell ein Föteli für zu Hause

die Tage in Indonesien sind bald gezählt

sie freut sich auf die bevorstehende Yogalektion

und er aufs Abtauchen

und hier ein paar von Danis Gefährten aus der tropischen Unterwasserwelt von Südostasien...

 
Süsslippen-Fisch


Meeresschildkröte (von denen hat es hunderte)

Clown-Drückerfisch


Skorpionfisch (perfekt getarnt)

Weisspitzenhai


Rotfeuerfisch


Clownfische - die absoluten Lieblinge

Tintenfisch


Muräne


Stachelrochen