An alle High Potentials und Key Performer, Global Player und Opinion Leader, an Deep Diver und Innovation Driver, an alle Indoor Stepper und Power Napper, alle Urban Gardener und Facebook Farmer, an alle Laufbandläufer und Proteindrinktrinker, alle Insider und Upgrader, an all euch Meilen-Millionäre: "Macht erst mal ohne uns weiter."

Jack Daniel's - wir sind raus!

Donnerstag, 23. Juni 2016

Indonesien - News aus Bali

In welch wunderbaren Umgebung wir uns doch aufhalten, ein weiteres Paradies auf Jack Daniel's world trip. Rund eine Woche geruhsamen Aufenthalt verbringen wir schon in Sanur/Bali, wir müssen hier auf unsere Visumsverlängerung warten. Zum Glück konnten wir eine gute Agentin engagieren, welche dies für uns erledigt. Alleine wäre es ziemlich kompliziert und stressig geworden. Morgen fahren wir mit einem Schnellboot auf eine kleine Insel namens Gili Air. Ein bisschen Robinsonidylle ist angesagt, vor allem aber Tauchen und Yoga. Ihr seht, wir lassen es uns weiterhin gut gehen und inspirieren uns noch etwas länger im tropischen Bali von all den Göttern und Dämonen. Unser Tempo ist schon lange nicht mehr so hoch, wir lassen es ruhig angehen, einfach gemütlich und relaxed.

 

Aus diesen Zeilen kann man wahrscheinlich entnehmen, dass sich auf unserem Worldtrip eine gewisse Sättigung bemerkbar macht. Darum haben wir uns in den letzten Wochen entschieden, langsam aber sicher unsere Heimreise zu planen und Kurs Richtung Europa aufzunehmen. Alle Flüge sind gebucht, wir werden am 15. August 2016 nach genau neun Monaten wieder Schweizer Boden betreten. Einerseits ist es ein etwas komisches Gefühl zu denken, dass die unbeschwerte Zeit einer langen Reise sich zu Ende neigt, andererseits freuen wir uns aber riesig auf euch zu Hause, auf die wunderbare Landschaft in Helvetien und auch einfach nicht mehr immer Hotels zu reservieren, Tripadvisor zu lesen, Transporte zu buchen und den Rucksack ein- und aus- zupacken. Noch ist es aber nicht soweit, wir haben noch das eine oder andere spannende Highlight vor uns und werden noch genug Material für spannende Blogberichte sammeln. Und schliesslich wird unsere Auszeit mit der Ankunft in Zürich nicht zu Ende sein. Wir schauen mal, was aus uns wird, wie es weitergeht und wohin es weitergeht - ein paar Pläne bestehen bereits.

 

Schon jetzt mal - hasta la vista, see you in Switzerland!

 
balinesische Fischerei (mit nassen Füssen)

balinesische Architektur

balinesische Lebensfreude

balinesische Vielfalt

 

Montag, 13. Juni 2016

Indonesien - im Grünen

Mit schwerem Herzen haben wir Abschied vom Sabang Beach auf den Philippinen genommen. Zu perfekt waren die zehn Tage dort am Meer. Tauchen ohne Ende für Dani in den schönsten Korallengärten und wohltuende sowie erholsame Massagen für Jacqueline – das restliche Weltgeschehen schien um Lichtjahre von uns entfernt zu sein.

 

Sumatra – in unseren Ohren hat dieser Name immer schon exotisch und geheimnisvoll geklungen, dort wollten wir mal hin. So haben wir die letzten zehn Tage auf dieser indonesischen Insel, welche die sechstgrösste der Welt ist, verbracht. Bereits bei der Ankunft in Medan wurde uns bewusst, dass hier wieder die typischen südostasiatischen Gesetze gelten. Auf zweispurigen Strassen fahren mindestens fünf Fahrzeugreihen nebeneinander, in einer Einbahn kommen einem dauernd Motorräder entgegen, das Hupkonzert der Autos übertönt jeglichen anderen Strassenlärm und verstehen tun wir nun auch wieder nichts mehr – welcome to Indonesia!

 

Sumatra hat aber auch ein ganz anderes Gesicht, die beiden grössten Highlights im Norden der Insel hatten wir schon lange vorher auf unserem Reiseplan angestrichen. So fuhren wir als erstes mitten in den Dschungel und logierten während vier Tagen in einer gemütlichen und komfortablen Hütte am Rande des Gunung Leuser Nationalparks. Im grössten Naturreservat Indonesiens sind ganz seltene Tiere wie der Sumatra Tiger oder das Sumatra Nashorn zu Hause. Es ist aber auch das Wohnzimmer der vom Aussterben bedrohten Orang Utans. Während eines Dschungeltreks hatten wir derart Glück, dass wir gleich mehr als zehn verschiedene Tiere gesehen haben, Männchen, Weibchen und auch die Jungmannschaft. Wir konnten die Menschenaffen stundenlang beobachten und fragten uns dabei oft, wer hier überhaupt wen beobachtet. Die Begegnung mit diesen seltenen Geschöpfen hat uns tief beeindruckt und wir werden wohl lange, ja sehr lange an jene Augenblicke zurück denken. Zum Glück gibt es solche Rückzugsorte für die Tiere noch. In Indonesien findet ein unvergleichbarer Raubbau am Regenwald statt und zerstört dabei jeglichen Lebensraum dieser bedrohten Urwaldbewohner. Stattdessen werden Palmölplantagen errichtet, der schnelle Profit lockt eben auch hier die Menschen. Wir werden in Zukunft auf Produkte mit Palmöl verzichten, wir haben den Preis dafür selber gesehen. Wer sich für die Arbeit einer Schweizer Aktivistin zum Schutze der Orang Utans auf Sumatra interessiert, kann hier einen interessanten Artikel lesen. 

 

Nach diesen aufregenden Tagen gönnten wir uns etwas Erholung am auf rund 900 M.ü.M. gelegenen Tobasee. Hier ist es ruhig, die Luft ist klar und das Klima nicht so schwülheiss wie im Tiefland. Allerdings musste dieser Aufenthalt zuerst mal verdient sein, wir hatten wieder einmal eine Fahrt vor uns, sagen wir euch. Wir hatten einen Privattransfer vom Nationalpark zum Tobasee gebucht, die Fahrt sollte nicht länger als sechs Stunden dauern. Als wir eingestiegen sind, waren wir schon etwas überrascht, dass auch noch ein Passagier im Auto sass, welcher in die Stadt Medan wollte, das liegt ja gar nicht am Weg, dachten wir uns. Wie es kommen musste, fuhren wir dann wirklich zuerst in die Stadt um sie abzuladen. In Indonesien fährt man aber nicht einfach in die Stadt rein und dann wieder raus, dieser Umweg im Verkehrschaos von Medan hatte uns satte zwei Stunden gekostet. Gut - abgehackt, es konnte nun richtig Tobasee gehen. Nach einer weiteren Stunde waren wir auf einmal auf dem Flughafen, was nun? Der Fahrer sagte, dass er hier noch seine Mutter abholen wolle aber von ihr war weit und breit nichts zu sehen. Da hatte es und endgültig den „Noggi usegjagt“. Nach ein paar deutlichen und klärenden Worten, wer in diesem Auto nun der zahlende Kunde und wer der bezahlte Fahrer ist, ging es endlich vorwärts – weitere fünf Stunden Fahrt waren vor uns und das ausgerechnet an Danis Geburtstag. Etwas erschöpft in unserer wunderbaren Lodge mit Seeanstoss angekommen, war die Hektik des Tages bald verflogen. Die Belegschaft schmückte das Zimmer mit einem schönen Geburtstagskärtli und nach dem Essen kam die ganze Küchenbrigade singend mit einem speziellen Dessert angerannt. Welch schöner Abschluss dieses ereignisreichen Tages, es war wohl einer der speziellsten Geburtstage von Dani. Überhaupt ist diese Region hier einzigartig. Am grössten See in Südostasien sieht es ein bisschen aus wie am Lago Maggiore, angereichert mit einer Prise schottischem Hochland. Der Kessel des Tobasees ist durch eine Eruption eines Supervulkans entstanden und man geht davon aus, dass es sich um den grössten Vulkanausbruch der vergangenen zwei Millionen Jahre handelte. Zum Aufenthalt am Tobasee können wir nicht mehr viel hinzufügen, wir frühstücken ausgiebig, erkunden die Insel zu Fuss und sind mächtig mit unserer Planung der Weiterreise beschäftigt. Die Verlängerung des Visums scheint sich als nicht ganz so einfach zu gestalten, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir schauen mal, was sich machen lässt und fliegen Ende Woche vorerst mal weiter nach Bali.


 


Medan - eine Stadt mit holländischer Kolonialvergangenheit

welcome to the jungle

sogar Tarzan haben wir gesehen:-)

wie der uns beobachtet

und wo Tarzan ist, ist auch Jane nicht weit

ihn lässt das Ganze ziemlich kalt

ein typisches Dschungel-Mittagessen

Abendstimmung am Tobasee

und eine gelungene Überraschung im Hotelzimmer

darauf stossen wir an (der Wein hat ein halbes Vermögen gekostet)

mit einer weiteren Überraschung ging dieser intensive Tag zu Ende

Wasserbüffel gönnen sich eine Schlammpackung

in solchen Häuser wird am Tobasee gewohnt
 
nein, das ist nicht in Schottland