An alle High Potentials und Key Performer, Global Player und Opinion Leader, an Deep Diver und Innovation Driver, an alle Indoor Stepper und Power Napper, alle Urban Gardener und Facebook Farmer, an alle Laufbandläufer und Proteindrinktrinker, alle Insider und Upgrader, an all euch Meilen-Millionäre: "Macht erst mal ohne uns weiter."

Jack Daniel's - wir sind raus!

Freitag, 29. April 2016

Australien - wenn der Berg ruft

Wir sind schon das dritte Mal in Australien und waren daher nicht ganz sicher, ob es wirklich noch genügend zu entdecken gäbe; zumal wir ja teilweise auf den Spuren unserer Hochzeitsreise vom Jahre 2000/01 unterwegs waren. Um es vorweg zu nehmen, es war einmal mehr ein ergreifender Trip. Die einzige Änderung zu früheren Reisen war, dass wir nicht mehr so viele Kilometer abgefahren sind. Wir haben es vorgezogen, lieber mal an einem Ort etwas länger zu bleiben und dafür die unbeschreibliche Natur auf Schusters Leisten zu erforschen. So sind wir im Anschluss an Melbourne noch etwas der Küste entlang gefahren und liessen uns von der Great Ocean Road begeistern. Ziemlich schnell hat es uns aber in die australischen Berge gezogen, genauer gesagt in die Great Dividing Range. Wir waren auf zahlreichen Wanderwegen unterwegs und haben den einen oder anderen Gipfel erklommen. Die landschaftlich so imposanten Nationalparks liessen unsere Wanderherzen in allen Belangen höher schlagen, wir haben uns oft wie zu Hause gefühlt. Zudem hatten wir Wetter wie im Bilderbuch, es war der Wahnsinn. Die vergangenen Wochen standen aber auch etwas im Zeichen der weiteren Reiseplanung. Welche Route wählen wir auf den Philippinen? Brauchen wir zusätzliche Flüge? Sollen wir ein längeres Visum beantragen oder nicht? Welche Inseln sollten wir für die zwei Monate Indonesien wählen? Wie können wir überhaupt so lange in Indonesien bleiben? Wollen wir das Geld für die Malediven wirklich ausgeben? Wie wollen wir unseren Flugplan des Round-The-World Tickets verschieben, etc. Das sind spannende Beschäftigungen und Zeit dazu haben wir ja genügend. Es sind aber auch Aufgaben, welche uns sogar auf der dritten Weltreise immer noch herausfordern.

 

Im Südosten Australiens ist inzwischen Ruhe eingekehrt. Die Hauptsaison ist schon lange vorbei und die grossen Touristenmassen haben sich verflüchtigt, die Campingplätze sind nur noch von ein paar wenigen Rentnern und zwei Weltreisenden besetzt, es ist kühler geworden, die Blätter sind am Boden – es ist Spätherbst! Die grossartige Herbststimmung und die faszinierende Bergwelt liessen in diesen Tagen das erste Mal etwas Heimweh aufkommen. Vielleicht war es die vertraute Umgebung, welche uns oft an Europa erinnerte, vielleicht war es das Ungewisse der nächsten Destinationen oder vielleicht war es dieser goldene Herbst, welcher bei uns ab und zu etwas Wehmut hervorgerufen hat. Es weht ein sanfter Wind, der „wind of change“ – es wird Zeit zum weiterreisen, lass uns den Rucksack wieder einpacken!

 

Momentan sind wir ca. 250 Kilometer südlich von Sydney, in vier Tagen geben wir unser fahrendes Heim der letzten zwei Monate ab. Als Schlussbouquet verbringen wir noch fünf Tage in unserer Lieblingsstadt und lassen uns einmal mehr von Sydneys besonderem "Vibe" anstecken. Somit wird das australische Abenteuer also bald Geschichte sein – es war ein Highlight par excellence!




mystische Farnwälder

die Felsen in der Brandung an der Great Ocean Road

eine Abendstimmung zum Dahinschwelgen

die Gipfelstürmerin in Hochform

und ein Weingut aus dem Bilderbuch

uns hat es hier sehr gefallen

auch Dani ist oben angelangt

Aussicht soweit das Auge reicht

Herbststimmung wie bei uns zu Hause

für die Skisaison scheinen sie gerüstet zu sein

jetzt geht's so richtig in die Berge


wo der Tag gerade anbricht

auch hier, eine Sicht wie man sich sie wünscht

Balmers auf australiens höchstem Punkt - dem Mont Kosciuszko

seht ihr die Zwerge und Elfen?

die Sonnenuntergänge in Australien sind bald gezählt
 

Montag, 11. April 2016

Australien - Beaches bis zum Abwinken

Obwohl wir schon seit zehn Tagen zurück auf dem australischen Festland (oder wie es die Tasmanier humorvoll nennen, auf der Nordinsel) sind, denken wir oft und gerne an die superschöne Zeit in Tasmanien zurück. Wir sind sowas von verliebt in diesen Flecken Erde, dass wir euch gerne nachfolgend auch noch einmal ein paar Bilder von Tasmanien beilegen.

 

Zurück in Sydney hatten wir zuerst eine äusserst wichtige Mission zu erfüllen. Mit dem neu gefassten „Camperli“ fuhren wir mitten in die City rein um im General Post Office unsere postlagernden Pakete abzuholen. Wir hatten diese zu Hause mit spannenden Büchern und Reiseführer der nächsten Destinationen gefüllt und unsere Schwägerin Monika hat die Päckli auf unser Kommando hin auf der Post in Schüpfheim auf die lange Reise geschickt. Alles hat geklappt – schön, dass es „poste restante“ im Zeitalter von digitaler Datenkommunikation immer noch gibt. Wir gehen am Ende unseres Australienstreiffzugs noch einmal beim Post Office vorbei. Wir vermuten, dass für uns noch ein weiteres Päckli (dieses Mal mit leckeren Sachen aus der Heimat) unterwegs ist, wir sind gespannt wie ein Pfeilbogen.

 

Von Sydney aus haben wir uns auf den Princes Highway begeben, welcher wunderschön der Südostküste Australiens in über 1 000 Kilometer nach Melbourne führt. Während der Reise sahen wir Küstenabschnitte,  welche aus einem Hochglanzprospekt stammen könnten und jedes Mal wenn wir an einem gottverlassenen Strand waren, dachten wir, dass dies nicht mehr zu toppen sei. Bereits aber beim nächsten Örtchen schon erwartete uns garantiert  noch eine coolere Beach – das ist eben Australien. Dieses Land ist grösser als ganz Europa und hier leben nur etwas dreimal so viele Menschen wie in der Schweiz. Es hat Platz genug für alle und der „easy going lifestyle“ zieht einem sofort in seinen Bann.

 

Bei uns „herbschtelet“ es in grossen Schritten, die Tage sind kürzer geworden, die Blätter verfärben sich und am Abend und in der Nacht waren wir schon paarmal froh über unser kleines Heissluftöfeli im Campervan. Das Ganze ist irgendwie schon noch komisch. Im europäischen Winter hatten wir heiss und schwül und während die Temperaturen in der Schweiz nun langsam anziehen, schauen wir dem Winter entgegen. Diese verkehrte Welt ist nur eine der für uns so faszinierenden Sonderheiten einer langen Reise.

 

Nachdem wir heute nun die zweite grosse Metropole von Australien, Melbourne, besucht haben, werden wir uns in den kommenden Tagen langsam ins Landesinnere bewegen. Auf dem Programm stehen gebirgige Nationalparks, romantische Weinregionen, riesige Eukalyptuswälder, alpine Bergregionen etc. bis wir in drei Wochen zurück in Sydney sind. Die gut drei Monate mit westlichem Standard neigen sich langsam dem Ende zu, ab Anfangs Mai erwartet uns eine ganz andere Geschichte – Asien!

 
schnell ein Foto, bevor die Flut kommt

(fast) keine Menschenseele, nur das Rauschen der Brandung

die Wineglass Bay gefällt uns nicht nur wegen dem Namen:-)

fast wie Weihnachten - wir haben Freude wie kleine Kinder

eines der zahlreichen Dörfchen zum Verlieben

eine Aussicht zum geniessen und abschalten

einen kleinen Moment zu spät abgedrückt...

diese knorrigen Wälder haben etwas märchenhaftes

solch ein Bild ist für uns schon fast Alltag

dies ebenfalls, auch hier waren wir mutterseelenalleine

"...und z'Bode ischer..."

Über sieben Brücken musst du gehen...

in der Tat eine sehenswerte Stadt - Melbourne

das zweite Wohnzimmer von Roger Federer
 
startklar für die Weiterreise