An alle High Potentials und Key Performer, Global Player und Opinion Leader, an Deep Diver und Innovation Driver, an alle Indoor Stepper und Power Napper, alle Urban Gardener und Facebook Farmer, an alle Laufbandläufer und Proteindrinktrinker, alle Insider und Upgrader, an all euch Meilen-Millionäre: "Macht erst mal ohne uns weiter."

Jack Daniel's - wir sind raus!

Donnerstag, 5. Januar 2017

Thailad / Vietnam - asiatische Unbeschwertheit

Asien -  tropisches Klima, chaotische Städte, leckeres Essen, spirituelle Atmosphäre, schlitzohrige (und -äugige) Menschen und Schnäppchenpreise, für uns immer wieder Grund genug, um sich hier aufzuhalten. Nach dem nun über einem Jahr andauernden Trip bieten Thailand und Vietnam einen mehr als nur würdigen Rahmen, um uns langsam auf das Leben in der Schweiz vorzubereiten.

 

Wir waren mehr als drei Wochen in der nordthailändischen Provinzstadt Chiang Mai. Der Lifestyle und das Klima waren so etwas von angenehm, man würde es länger dort aushalten. Genau so wie es Joseph tut, er lebt schon seit über elf Jahren in Chiang Mai. Mit ihm hatten wir tolle Stunden, sei es anlässlich einer Partie Minigolf oder eines köstlichen Curry. Uns hat es zwischendurch auch raus aus der City in den Dschungel gezogen, die Ruhe und Abgeschiedenheit im äussersten Zipfel des Landes waren nach der Hektik der Stadt erholsam und wohltuend, genau so, wie wir es lieben. Wir haben Weihnachten in Thailand verbracht. Viel hat man davon allerdings nicht gespürt. Einzig ein paar Weihnachtsbäume, welche die Thais für uns Touristen aufgestellt hatten, erinnerten ein wenig ans Christkind - und ja, Schnee hatten wir auch keinen:-). Unser Weihnachtsmenu bestand aus einem "Tessingerblättli" und eine Flasche Wein (welche uns ein halbes Vermögen gekostet hatte).

 

Weiter ging es in den Norden Vietnams, genauer gesagt nach Ha Noi. Dort herrscht nun wirklich Asien pur. Über die Strasse zu gehen gleicht einem Himmelfahrtskommando, es wimmelt nur so von Motorfahrrädern, die Autos geben extra ein bisschen mehr Gas, wenn sie auf den Fussgängersteifen zufahren und es wird eigentlich mehr gehupt als nicht. Als Gegenleistung kriegt man dafür schöne Sujets vor die Linse und eine besondere Heritage Site gleich um die Ecke - die Halong Bay. Es war ein grosser Traum von uns, einmal diese Bucht zu besuchen. Als wir vor zehn Jahren hier waren, hatte uns das Wetter einen mächtigen Strich durch die Rechnung gemacht. Dieses Mal hatten wir super Wetter, einfach nur Sonne vom Morgen bis zum Abend. Wir geniessen nun noch ein paar Tage Vietnam und fliegen dann via Kuala Lumpur nach Südthailand. Ein wenig Meer wird uns bestimmt noch gut tun und Dani will schliesslich noch einmal abtauchen. Heute haben wir uns kurzerhand entschlossen, anschliessend wieder zurück nach Chiang Mai zu fliegen und unsere Reise dort ausklingen zu lassen. Somit wäre es das gewesen, in einem Monat sind wir bereits zurück in der Schweiz.

 

Allen Bloglesern, die bis am Schluss durchgehalten haben und immer noch bei uns sind, können wir in ca. drei Wochen noch einen besonderen Leckerbissen offerieren. Wir posten hier ein paar Bilder der ganzen Reise, lassen damit Jack Daniel's World Trip noch einmal vorbeiziehen und beschliessen dann unsere Berichterstattung aus der grossen weiten Welt. Wir hören und sehen uns also noch einmal auf dieser Seite!




Thailand - das Land der Buddhas...

...und der Minigolf-Profis

andere begeistern sich für ein Dschungel-Trekking

und immer wieder Buddhas (schnüsslig, nicht?)

Weihnachtsstimmung war in Thailand eher Mangelware

dafür mangelt es nicht an zauberhaften Tempeln

Mittagspause bei der Reinigungsequipe von Ha Noi

die Suppe ist schon fast fertig gekocht

aye aye Captain, alle Leinen los!
 
Farbenspiel in der Tropfsteinhöhle


die Halong-Bucht, einzigartig und faszinierend

die letzte Ruhestätte von Vietnams grossem Volkshelden Ho Chi Minh

das ist für uns Asien Pur

 

Montag, 28. November 2016

Australien - einfach immer eine Reise wert

Wir waren nun bereits zum vierten Mal in Australien und haben gedacht, dass wir das Land eigentlich kennen sollten. Weit gefehlt, auch dieses Mal gab es eine Menge zu entdecken. Südaustralien ist der trockenste Staat Australiens und wird von Reisenden oft zu Unrecht links liegen gelassen. Genau das haben wir nicht getan und sind während knapp vier Wochen in dieser für uns unbekannten Region rumgereist.

 

Einmal mehr kamen wir an Strände, die sich kilometerlang dahinziehen, keine Menschenseele, nur das Azurblau des Meeres, das Donnern der Brandung und ein Himmel, der bis zum Horizont reicht. Das gibt es nur hier und wirklich nur hier. Auf den Strassen ist auch nicht viel mehr los. Sie verlaufen über mehrere Kilometer schnurgerade aus, Gegenverkehr Fehlanzeige. So versteht man die Australier, wenn sie mal schnell 50 - 100 Kilometer fahren, um beim Nachbar kurz zum Kaffee vorbeizuschauen. Und dann halt immer wieder diese faszinierenden Sonnenuntergänge, sie sind so was von anmutend, so etwas von faszinierend und so etwas von beruhigend. Für uns wahr das Ganze nur noch durch eine klare Vollmondnacht zu toppen. Ganz im Norden haben wir uns in die Flinders Rage begeben, eine Pendez unserer Hochzeitsreise aus dem Jahre 2000. Die Fahrt dorthin hat sich mehr als nur gelohnt. Der gewaltige Höhenzug, der sich von den Ufern des Spencer Gulf über 400km bis ins Outback im Norden erstreckt, ist die spektakulärste Kulisse in Südaustralien. In einer üppigen Vegetation im Süden erheben sich geheimnisvoll rot und lila leuchtende Felsen. Glück für uns, dass wir im Frühling in dieser Gegend waren. Die Landschaft hatte sich uns durch die blühende Wildblumenpracht von ihrer besten Seite gezeigt. Ach ja, und da war auch noch der Wein. Südaustralien beherbergt die besten Weingebiete von ganz Australien. So verkam unser Trip nicht zuletzt auch zu einer einzigartigen Weinreise mit wunderschönen Degustationen auf Weingütern in McLaren Vale, Langhorne Creek, Coonawarra, Clare Vale, Adelaide Hills und auch im Barossa Valley. Wir haben es genossen, immer im Wissen, dass es in Asien dann während zwei Monaten keinen Rebensaft mehr geben wird.

 

So ging ein weiteres Australienabenteuer zu Ende. Wann sind wir wohl das nächste Mal hier? Sind wir noch einmal hier? Wir wissen es nicht und nehmen einfach all die tollen und schönen Erlebnisse mit uns im Rucksack mit. Übermorgen fliegen wir nach Thailand, es wird anders aber bestimmt auch einzigartig.


diese gottverlassenen Strände

also, fast gottverlassen

von solchen Strassen träumen wir in der Schweiz
 
die Sonnenuntergänge sind mindestens so spektakulär,...

wie der Vollmond

auch in Südaustralien gibt es Hügel(chen)
 
und man dem Himmel immer etwas näher ist

auch die gehören zu Australien

wie das hier

ein letztes Mal weht für uns das Kreuz des Südens

es bleiben Erinnerungen von Beaches,
von Nationalparks und
 
einem würdigen "Sundowner"




 

Sonntag, 6. November 2016

Australien - auf dem Kopf

Nachdem unsere Flugscheine in Colombo einfach storniert worden sind und wir nur mit ganz viel Glück noch Tickets für den Heimflug ergatterten, war die Überraschung in Zürich umso grösser. Ganz viele Leute haben uns einen tollen und sympathischen Empfang bereitet - danke euch allen!

 

Um es vorweg zu nehmen, wir haben in der Schweiz und im benachbarten Ausland einen Herbst erlebt, wie ihn wohl nur die Götter verdient haben. Nach dem Begrüssungsmarathon in den ersten zehn Tagen mit viel gutem Essen, herrlichem Wein und spannenden Gesprächen haben wir uns zuerst mal in den Südtiroler Dolomiten erholt. Gleich im Anschluss reisten wir weiter ins Goms. Wir absolvierten jeden Tag rund 1'200 Höhenmeter und nicht selten zeigten unsere Schrittzähler knapp 40'000 Schritte. Wir haben die Walliser Berge voll genossen und stillten damit unseren Schweizer Entzug. Zum Runterfahren ging der Trip für zwei Wochen ans Ligurische Meer. Sonne, Espresso, Vino, Pasta, Salami und "dolce far niente" - was braucht man eigentlich noch mehr? Die letzten zwei Wochen waren der Vorbereitung für den weiteren Verlauf unserer Reise gewidmet und schwupps, schon sind wir wieder unterwegs. Bevor wir aber erneut von fernen Landen berichten, möchten wir uns bei all jenen bedanken, welche uns zu Hause mit so offenen Armen empfangen haben, uns so spontan zu ihnen nach Hause eingeladen haben und uns so grosszügig bewirtet haben. Das ist nicht selbstverständlich und wir werden uns gerne bei euch mit Gegeneinladungen revanchieren (wenn wir dann wieder einmal ein zu Hause haben).

 

Nach einer knapp 22stündigen Reise sind wir total übermüdet in Adelaide in Südaustralien gelandet. Obwohl uns die Augen fast zugefallen sind, fanden wir fast keine Minute Schlaf, der Jetlag hat am Schluss doch Oberhand genommen. Daher mussten wir die ersten paar Tage zuerst mal die Reisestrapazen auskurieren und was bietet sich besser an als ein Besuch auf einem Weingut. In McLaren Vale haben wir eine mehr als nur würdige Umgebung gefunden und dort mit einem Sparkling Wine auf unseren weiteren Reiseverlauf angestossen.

 

Schön, euch wieder mit an Board zu haben, wir werden gerne und voll motiviert von der grossen weiten Welt berichten.

G'Day von der anderen Seite, G'Day from Down Unter!



der grosse Empfang am Flughafen

kaum zu Hause, schon auf dem ersten Gipfel

die Schweiz ist wunderschön

vor allem hier am Berg aller Berge

aber auch Ligurien hat so einiges zu bieten

genau wegen solchen Beaches zieht es uns immer wieder nach Down Under

unser zu Hause für einen Monat

man gönnt sich ja sonst nichts:-)

Australien hat schon kurlige Landschaften

und die schönsten Sonnenuntergänge

Samstag, 30. Juli 2016

Sri Lanka - Kultur, Tee und Nostalgie

Ganz ehrlich, am liebsten wären wir noch ein wenig auf Bali geblieben, hätten gerne noch ein paar angenehme Wochen genossen und uns dann auf den Heimweg Richtung Schweiz gemacht. So mussten wir uns selber ein wenig für die Weiterreise nach Sri Lanka motivieren. Nicht, weil dieses Land nicht spannend und interessant wäre, nein, weil wir befürchteten, dass die Reise durch diese Insel im Indischen Ozean ziemlich sicher noch einmal aufwändig und beschwerlich werden würde. Als wir dann noch erfuhren, dass für den Trip in den Norden keine Zugtickets mehr erhältlich sind, war der Kessel definitiv geflickt – es erwartete uns eine erste Fahrt in einem Bus des 1958 gegründeten „Sri Lanka Transport Board“, kurz auch „Monster“ genannt.

 

Wir landeten in Colombo, bezogen ein tolles Gasthaus, erkundeten die Metropole in einem ausgedehnten Spaziergang und, ob ihrs glaubt oder nicht, ergatterten uns am Abend noch ein 1-Klasse Ticket mit dem Zug, scheinbar hatte jemand seine Fahrscheine zurückgebracht. Die Vorzeichen für den weiteren Verlauf der Reise waren also sehr gut. Die ersten paar Tage gingen wir auf Entdeckungstour im kulturellen Dreieck. In dieser Region befand sich über 1'500 Jahre das Zentrum von Sri Lankas Zivilisation. Vier der acht UNESCO-Welterbestätten liegen nicht mehr als 100 km voneinander entfernt. Diese Orte waren magisch, einzigartig und überwältigend, die Hitze hingegen schier unerträglich. So plangten wir fast täglich darauf, dass wir endlich ins Hochland reisen können. Auf einer Höhe zwischen 1'200 und 1'900 M.ü.M war die Luft dann auch klarer und frischer, und manche Ecke erinnerte uns ans die geliebte Heimat. Es muss den englischen Kolonialherren, welche das Land bis 1948 unter der britischen Krone regiert haben, ähnlich ergangen sein. Gerne entflohen sie der Hitze im Tiefland um sich in den höheren Lagen zu erholen. Das brittische Erbe ist in Sri Lanka noch allgegenwärtig, in gewissen Orten hatte man sogar das Gefühl, dass die Engländer erst gerade vor ein paar Wochen abgezogen wären. Unser Fortbewegungsmittel war mehrheitlich der Zug und damit äusserst komfortabel. Seit den Pionierjahren der Eisenbahn in Sri Lanka um 1865 scheint sich nicht viel geändert zu haben. Zwar sind die meisten Dampfloks durch Diesltriebwagen ersetzt worden, doch immer noch tuckern die Züge gemächlich durch die Lande und ächzen im Hochland die steilen Trassen hinauf – das ist Nostalgie pur! Und dann kamen wir zum bekanntesten Exportgut der Insel – dem Ceylon Tea. Wir haben auf unseren Reisen immer wieder Teeregionen besucht aber das hier übertrifft alles. Man fährt stundenweise durch Teeplantagen, sieht den Pflückerinnen zu und geniesst am Abend ein Tässchen dieser wohlduftenden Essenz. Das sind Augenblicke, welche tief auf uns wirken und uns erklären, wieso Sri Lanka bei so vielen Reisenden zur Topdestination gehört und eigentlich ein "must do" ist.

 

Für uns geht es übermorgen wieder runter vom Hochland - zum Abschluss gönnen wir uns etwas ganz besonderes. Wir leisten uns in einem kleinen Resort eine zehntägige Ayurvedakur und wollen so unserem Körper und unserer Seele etwas für die zum Teil doch auch anstrengende Reise zurückgeben. In Vorbereitung zur Kur hatten wir in Sri Lanka ideale „Trainingsbedingungen“. Alkohol kriegt man auf der Insel fast nur ilegal und zu Wucherpreisen, also liessen wir es ganz sein. Da der Tee dominiert, kann man den Kaffee kaum trinken, auch hier lebten wir zwei Wochen abstinent. Zu guter Letzt ist das Essen in Sri Lanka fast ausschliesslich vegetarisch (und äusserst lecker), da brauchte es für uns gar kein Fleisch. Das Resultat ist erstaunlich, wir schlafen wie Murmeltiere, haben Energie zum Bäume ausreissen und sind erholt wie nur etwas – wie wird das wohl nach der Kur noch rauskommen?

 

In zwei Wochen fliegen wir nach Hause und freuen uns auf euch liebe Leser. Den Blog schliessen wir damit aber nicht. Wir haben noch das eine oder andere im Köcher und Jack Daniel’s worldtrip ist somit noch nicht zu Ende. Wir bleiben dran und ihr hoffentlich auch.



bereit für die erste Zugsreise - wir haben Tickets


wir nehmen Kurs Richtung Norden

das Bahngleis dient auch noch anderen Zwecken

spirituelle Stimmung im kulturellen Dreieck

wunderschöne Tempel zieren das Bild
unterwegs sind wir auf modernen Bikes
wiederum eine andächtige Atmosphäre
die Pilger bei der Mittagspause

Rambutans haben wir kiloweise verschlungen
damit wir diese Felsenfestung erklimmen können

geschafft -  der Aufstieg war äusserst schweisstreibend
diese Reise führt uns in die Berge

zum weltberühmten Ceylon Tee
Tea-Time, wie bei den Britten

sogar mit Pferderennbahn
mit dem Zug stundenweise durch Teehügel

und zu Fuss auf einen anderen Hügel

beim Abstieg einmal mehr an Teesträuchern vorbei

und zurück ins Dorf den Gleisen entlang
wunderbares Essen erfreut unser Gemüt