Die hawaiianischen Inseln, welche seit 1959 den 50. Bundesstaat der USA bilden, sind wahrlich eine Reise wert. Sie liegen irgendwo draussen im Pazifik, knappe sechs Flugstunden von Los Angeles entfernt, und sie haben so unglaublich viel zu bieten.
Da ist zum Beispiel diese Traumlandschaft unter Wasser mit farbigen Korallengärten, bunten Fischen und glasklarer Sicht. Man nimmt sich einfach eine Schnorchelausrüstung, springt ins Meer und fühlt sich wie Kapitän Nemo. Jacqueline haben es vor allem die Wasserschildkröten angetan während Dani beim Tauchen ziemlich viel Action mit seiner ersten Haibegegnung hatte.
Da ist aber auch einer der aktivsten Vulkane unserer Erde. Seit 1983 bricht er ununterbrochen aus. Die Landschaft, geprägt von abgekühlten Lavaströmen, ist grandios und ein Blick bei Dunkelheit in den Schlund des Kraters hat schon fast etwas furchterregendes.
Da sind auch die friedlichen und farbenfrohen Sonnenuntergänge. Man kommt in Hawaii fast nicht drum herum täglich den Sunset zu bestaunen. Die Inseln sind so klein und irgendwo ist immer Westen. Jedes Mal verabschiedet sich die Sonne auf eine andere Art und Weise und entzückt Einheimische und Touristen gleichermassen mit diesem Schauspiel.
Da war aber auch unsere "Scheissunterkunft" (sorry für den Ausdruck, er dient unserer Psychohygiene) auf Maui. Wir haben eine Privatunterkunft gebucht und vorbezahlt, leider aber sind wir in einer schäbbigen Hostal gelandet. Es war stickig, schmutzig, extrem komisch uns so richtig "gruusig"...und das für fünf Nächte. Einen Vorteil hatte diese Abstiege dennoch. Wir sind morgens um 8 Uhr zum Outdoor-Frühstück abgefahren und erst am Abend spät wieder zurückgekehrt (wir wollten keine Minute mehr als nötig in diesem Loch verbringen). So haben wir unheimlich viel von Maui gesehen, ach ist diese Insel doch eine Pracht.
Da sind aber auch all die gigantischen Wellen, welche Surfprofis aus der ganzen Welt anlocken und ihnen optimalste "Pistenverhältnisse" bieten. Was die Jungs da auf diesen Surfs bieten ist schon Extraklasse, wir hätten bei einem solchen Seegang nicht einmal den kleinen Zehen ins Wasser gestreckt.
Da sind auch noch zahlreiche Staats- und Nationalparks mit unglaublich vielen Varianten von Landschaft. Alles ist satt grün, es herrscht eine üppige Vegetation und hinter jeder Ecke verbirgt sich ein Wasserfall. In Hawaii hat man das Gefühl, dass man sich dauernd in einem botanischen Garten bewegt. Und wo das Grün aufhört, beginnt das tiefe Blau des Ozeans mit seinen smaragdgrünen Tönen, immer flankiert von schwarzem Lavastein - eine wahre Symphonie für die Augen.
Da gibt es aber auch noch den Haleakalà, ein erloschener Vulkan. Schon die Anreise auf den Gipfel ist ein Abenteuer. Der Blick von den Serpentinen der Bergrassen erinnert eher an die Aussicht aus einem Flugzeug als aus einem Auto. Es muss eine Steigung von 3'055 Höhenmeter überwunden werden und das in nur 53 Kilometer - das ist Weltrekord. Und ja, wenn man oben ist, dann scheint man auf dem Mond zu sein - genau so sieht es dort aus. Es wird darüber spekuliert, ob die Amerikaner nicht genau an diesem Ort die erste Mondlandung vorgetäuscht haben, rein landschaftlich wäre es absolut möglich.
Da ist auch das düstere Kapitel Pearl Harbor aus dem Zweiten Weltkrieg. Während einem hinterhältigen Blitzangriff der Japaner auf die amerikanischen Streitkräfte im Pazifik verloren mehr als 2'000 Soldaten ihr Leben. Die meisten Opfer gingen mit dem Kriegsschiff USS Arizona unter, ihre Leichen sind bis heute im Schiffsrumpf eingesperrt, für sie ist das ihre letzte Ruhestätte. Man kann das Wrack anlässlich einer bewegten Tour besichtigen - ziemlich eindrücklich und aufwühlend.
Und so gäbe es noch so viel von Hawaii zu erzählen, die einsamen Landstrassen, die zauberhaften Wälder, die einsamen Küsten, die sommerlichen Temperaturen, die einfache Fortbewegung mit Flugzeug und Mietauto, die amerikanischen Annehmlichkeiten, der lockere Lifestyle der Menschen und halt noch einmal das türkisfarbene Meer, welches wir so noch nirgends auf der Welt gesehen haben. Uns hat es riesig gefallen und oft hat es uns ganz einfach die Sprache verschlagen. Um es kurz zusammenzufassen - Hawaii ist tatsächlich das Paradies auf der anderen Seite der Erde.
Jetzt ist unser letzter Abend hier, wir packen unsere sieben Sachen und trinken noch einmal eine Flasche Chardonnay aus Kalifornien. Morgen Mittag bringt uns der QANTAS-Flieger nach Tasmanien. Täuschen wir uns oder fliegen wir gleich ins nächste Paradies? Wir melden uns mit den News.
| Wer schaut den da aus dem Wasser? |
| zum Glück ist diese Lava abgekühlt... |
| ...was hier definitiv nicht der Fall ist |
| dieser Sonnenuntergang verheisst nichts gutes |
| so eine "Scheissunterkunft" |
| dafür hatten wir einen Frühstücksort wie im Bilderbuch |
| diese Wellen sind weltmeisterlich.... |
| ...und erst jene, welche darauf reiten |
| andere Location - Dani im Bambusswald |
| die schroffen Klippen sind allgegenwärtig |
| und zwischendurch ein weiterer Sunset |
| Jacky alleine auf weiter Flur |
| hier sollen die Amis die Mondlandung vorgetäuscht haben |
| der vergessene Astronaut |
| typischer Highway auf Hawaii |
| idyllischer Schulausflug, nicht? |
| Ach ja, Wasserfälle gibt es an jeder Ecke... |
| ...und vor lauter Bäume sieht man den Wald fast nicht mehr |
| Schiffswrack in Pear Harbour - eindrücklich |
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