An alle High Potentials und Key Performer, Global Player und Opinion Leader, an Deep Diver und Innovation Driver, an alle Indoor Stepper und Power Napper, alle Urban Gardener und Facebook Farmer, an alle Laufbandläufer und Proteindrinktrinker, alle Insider und Upgrader, an all euch Meilen-Millionäre: "Macht erst mal ohne uns weiter."

Jack Daniel's - wir sind raus!

Freitag, 27. Mai 2016

Philippinen - eigenartig und einzigartig

Nach der Komfortzone Australien waren wir nicht genau sicher, was uns in Asien erwarten würde. Natürlich waren wir schon einige Male hier und mit den Philippinen haben wir sie nun alle bereist - die Länder Südostasiens. Es fällt uns in der Tat etwas schwer, dieser mit rund 7‘000 Inseln grosse Archipel zu beschreiben. Man spürt extrem stark die 300jährige Kolonialzeit der Spanier, welche erst Ende des 19. Jahrhunderts zu Ende ging. In der philippinischen Sprache findet man denn auch zahlreiche spanische Wörter sowie eine (wenn auch zum Teil etwas verfallene oder durch Erdbeben zerstörte) iberische Architektur aus jener Zeit. Das ist eher seltsam und spannend zugleich. Auch die Amerikaner haben hier etliches hinterlassen. Die Philippinen waren im 2. Weltkrieg für die USA strategisch von wichtiger Bedeutung, als Gegenleistung "schenkten" sie den Philippinos ihre Sprache (die Mehrheit der Leute spricht mehr oder weniger gut englisch und die Strassenschilder, Hotels, Shops, Restaurants etc. sind meist in englischer Sprache angeschrieben – sehr angenehm für Touristen wie wir). Auch das im allgemein in Südostasien herrschende Chaos findet man hier viel weniger als zum Beispiel in Indonesien, Vietnam oder Myanmar. Allerdings ist das Essen sehr deftig und unter uns gesagt nicht so nach unserem Gusto – die Philippinen sind wahrlich eigenartig und einzigartig.

 

Da wir zum Ende der Trockenzeit, resp. im Übergang zur Regenzeit (welche auf den Philippinen sehr heftig und mit häufigen Zyklonen ausfällt) dort waren, hatten wir mit den klimatischen Verhältnissen ziemlich zu kämpfen. Der Tagesdurchschnitt lag bei 38° C (mit der hohen Luftfeuchtigkeit waren das gefühlte 45°C), in der Nacht ging es nicht unter 32°C. Eine Klimaanlage im Hotel war „überlebenswichtig“. Zum Glück befanden sich einige der sehenswerten Orte in den Bergen von Nordluzon (ca. 1‘500 M.ü.M) mit angenehmen 25°C. Hier haben wir uns gerne und etwas länger aufgehalten und dabei ganz kuriose Sachen gesehen. Habt ihr je schon von hängenden Särgen gehört? Wir auch nicht und darum hier eine kleine Einführung. Es handelt sich um etwa 1,80 m lange und bis zu 100 kg schwere Sarkophage aus ausgehölten Pinienstämen mit langen Holznägeln, welche in den Kalkfelsen festgepflockt und teilweise zusätzlich mit Seilen gesichert werden. Mögen diese Begräbnisstätten auch eher morbiden Rumpelkammern gleichen, den Igorot (das Volk der Eingeborenen) gelten sie als heilige Stätte, welche auch heute noch Verwendung findet. Was es nicht alles gibt auf der Welt. Apropos, habt ihr euch beim Reisessen auch schon mal überlegt, woher dieses Getreide überhaupt kommt? Wir haben hier auf den Philippinen Reisterassen gesehen, welche mehrere hundert Jahre alt sind und als wahre Kunstwerke gelten. Zum Teil sehen diese Landschaften aus wie grüne Amphitheater – majestätisch, lieblich, unbeschreiblich schön. Zum Glück kümmert sich die UNESCO um diese Sehenswürdigkeit, ansonsten würde es sie wahrscheinlich schon in ein paar Jahren nicht mehr geben. Die jungen Leute verdienen heute mit dem Tourismus besseres und schnelleres Geld als mit der aufwändigen Arbeit als Reisbauer. Auf unserem Luzontrip verbrachten wir auch zwei Tage in der schwülen, stickigen, heissen, chaotischen und verkehrsreichen Metropole Manila. Man muss es gesehen haben aber nach zwei Tagen waren wir raus, zu sehr wurden unsere Bronchien mit CO2 belastet. Nun haben wir für die letzten paar Tage dafür den Garten Eden gefunden, vor allem unter dem Wasser. Die Verde Island Passage zwischen Luzon und Mindoro gilt als eines der artenreichsten Gebiete der Erde – über 300 Korallen- und 3‘000 Fischarten wurden hier bereits gezählt. Kaum irgendwo anders gibt es mehr Unterwasserlebewesen pro Kubikmeter Wasser als hier. Die Tauchspots gehören zu den Top Ten der weltweit besten Tauchplätze. Für den frisch zertifizierten Taucher von Jack Daniel’s ist das ein wahrer Tummelplatz, zwei Tauchgänge pro Tag während einer ganzen Woche, toll, toll, toll…. 

 

Nächste Woche fliegen wir nach Kuala Lumpur in Malaysia und anschliessend weiter nach Indonesien. Das Programm für dieses Land steht nicht vollständig, wir müssen noch etwas daran feilen. Auf was wir gar keine Lust haben, sind komplizierte und lange Busreisen, komische Orte und schmuddelige Unterkünfte. Auf was wir hingegen mehr Lust haben sind etwas längere Aufenthalte an den einzelnen Orten in gemütlichen und heimeligen Gästehäuser, wo wir etwas verweilen können, mit dem Resultat, dass wir vielleicht halt nicht alles sehen, was man sehen „müsste“. Weniger ist mehr, sagen wir uns, und setzen unsere Reise motiviert fort.

 

Wir sind nun knapp sieben Monate unterwegs und biegen langsam aber sicher in eine der letzten Runden ein. Wir kommen noch nicht gerade nach Hause, aber es wird bei weitem nicht mehr so lange dauern, wie es schon gegangen ist J.

 
wie in alten Zeiten

Kastillien in Südostasien

Pet-Entsorgung auf philippinische Art

wahrscheinlich ist es der kleinen auch etwas zu heiss

na ja, eben die Geschichte mit dem Essen

die Höhlenforscher sind am Werk

Särge an der Mauer statt im Boden - seltsam

und weiter geht's mit einem der lustigen Verkehrsmittel

Fleischtrocknerei einmal anders und mit CO2 angereichert

man sagt, es sei das 8. Weltwunder

und es ist wirklich traumhaft schön und idyllisch dort oben

Jeepneys sind die "inoffiziellen" Busse der Philippine

auch Manila hat spanische Vergangenheit

und ein mega Verkehrschaos

so fährt er halt gegen den Strom
 


 

Sonntag, 8. Mai 2016

Australien- letzte Impressionen




Ach, diese Blue Mountains....


und ach, solch ein Panorama
in Sydney haben wir logiert und gefrühstückt wie die Fürsten

diese Stadt ist und bleibt unser Favorit

ein letztes Bier auf Australien

wie ein Traum wird uns dieses Land weiterbegleiten


...und Post aus der Schweiz gab es auch noch einmal
Danke Möne und Chrigu!!!
 

Freitag, 29. April 2016

Australien - wenn der Berg ruft

Wir sind schon das dritte Mal in Australien und waren daher nicht ganz sicher, ob es wirklich noch genügend zu entdecken gäbe; zumal wir ja teilweise auf den Spuren unserer Hochzeitsreise vom Jahre 2000/01 unterwegs waren. Um es vorweg zu nehmen, es war einmal mehr ein ergreifender Trip. Die einzige Änderung zu früheren Reisen war, dass wir nicht mehr so viele Kilometer abgefahren sind. Wir haben es vorgezogen, lieber mal an einem Ort etwas länger zu bleiben und dafür die unbeschreibliche Natur auf Schusters Leisten zu erforschen. So sind wir im Anschluss an Melbourne noch etwas der Küste entlang gefahren und liessen uns von der Great Ocean Road begeistern. Ziemlich schnell hat es uns aber in die australischen Berge gezogen, genauer gesagt in die Great Dividing Range. Wir waren auf zahlreichen Wanderwegen unterwegs und haben den einen oder anderen Gipfel erklommen. Die landschaftlich so imposanten Nationalparks liessen unsere Wanderherzen in allen Belangen höher schlagen, wir haben uns oft wie zu Hause gefühlt. Zudem hatten wir Wetter wie im Bilderbuch, es war der Wahnsinn. Die vergangenen Wochen standen aber auch etwas im Zeichen der weiteren Reiseplanung. Welche Route wählen wir auf den Philippinen? Brauchen wir zusätzliche Flüge? Sollen wir ein längeres Visum beantragen oder nicht? Welche Inseln sollten wir für die zwei Monate Indonesien wählen? Wie können wir überhaupt so lange in Indonesien bleiben? Wollen wir das Geld für die Malediven wirklich ausgeben? Wie wollen wir unseren Flugplan des Round-The-World Tickets verschieben, etc. Das sind spannende Beschäftigungen und Zeit dazu haben wir ja genügend. Es sind aber auch Aufgaben, welche uns sogar auf der dritten Weltreise immer noch herausfordern.

 

Im Südosten Australiens ist inzwischen Ruhe eingekehrt. Die Hauptsaison ist schon lange vorbei und die grossen Touristenmassen haben sich verflüchtigt, die Campingplätze sind nur noch von ein paar wenigen Rentnern und zwei Weltreisenden besetzt, es ist kühler geworden, die Blätter sind am Boden – es ist Spätherbst! Die grossartige Herbststimmung und die faszinierende Bergwelt liessen in diesen Tagen das erste Mal etwas Heimweh aufkommen. Vielleicht war es die vertraute Umgebung, welche uns oft an Europa erinnerte, vielleicht war es das Ungewisse der nächsten Destinationen oder vielleicht war es dieser goldene Herbst, welcher bei uns ab und zu etwas Wehmut hervorgerufen hat. Es weht ein sanfter Wind, der „wind of change“ – es wird Zeit zum weiterreisen, lass uns den Rucksack wieder einpacken!

 

Momentan sind wir ca. 250 Kilometer südlich von Sydney, in vier Tagen geben wir unser fahrendes Heim der letzten zwei Monate ab. Als Schlussbouquet verbringen wir noch fünf Tage in unserer Lieblingsstadt und lassen uns einmal mehr von Sydneys besonderem "Vibe" anstecken. Somit wird das australische Abenteuer also bald Geschichte sein – es war ein Highlight par excellence!




mystische Farnwälder

die Felsen in der Brandung an der Great Ocean Road

eine Abendstimmung zum Dahinschwelgen

die Gipfelstürmerin in Hochform

und ein Weingut aus dem Bilderbuch

uns hat es hier sehr gefallen

auch Dani ist oben angelangt

Aussicht soweit das Auge reicht

Herbststimmung wie bei uns zu Hause

für die Skisaison scheinen sie gerüstet zu sein

jetzt geht's so richtig in die Berge


wo der Tag gerade anbricht

auch hier, eine Sicht wie man sich sie wünscht

Balmers auf australiens höchstem Punkt - dem Mont Kosciuszko

seht ihr die Zwerge und Elfen?

die Sonnenuntergänge in Australien sind bald gezählt
 

Montag, 11. April 2016

Australien - Beaches bis zum Abwinken

Obwohl wir schon seit zehn Tagen zurück auf dem australischen Festland (oder wie es die Tasmanier humorvoll nennen, auf der Nordinsel) sind, denken wir oft und gerne an die superschöne Zeit in Tasmanien zurück. Wir sind sowas von verliebt in diesen Flecken Erde, dass wir euch gerne nachfolgend auch noch einmal ein paar Bilder von Tasmanien beilegen.

 

Zurück in Sydney hatten wir zuerst eine äusserst wichtige Mission zu erfüllen. Mit dem neu gefassten „Camperli“ fuhren wir mitten in die City rein um im General Post Office unsere postlagernden Pakete abzuholen. Wir hatten diese zu Hause mit spannenden Büchern und Reiseführer der nächsten Destinationen gefüllt und unsere Schwägerin Monika hat die Päckli auf unser Kommando hin auf der Post in Schüpfheim auf die lange Reise geschickt. Alles hat geklappt – schön, dass es „poste restante“ im Zeitalter von digitaler Datenkommunikation immer noch gibt. Wir gehen am Ende unseres Australienstreiffzugs noch einmal beim Post Office vorbei. Wir vermuten, dass für uns noch ein weiteres Päckli (dieses Mal mit leckeren Sachen aus der Heimat) unterwegs ist, wir sind gespannt wie ein Pfeilbogen.

 

Von Sydney aus haben wir uns auf den Princes Highway begeben, welcher wunderschön der Südostküste Australiens in über 1 000 Kilometer nach Melbourne führt. Während der Reise sahen wir Küstenabschnitte,  welche aus einem Hochglanzprospekt stammen könnten und jedes Mal wenn wir an einem gottverlassenen Strand waren, dachten wir, dass dies nicht mehr zu toppen sei. Bereits aber beim nächsten Örtchen schon erwartete uns garantiert  noch eine coolere Beach – das ist eben Australien. Dieses Land ist grösser als ganz Europa und hier leben nur etwas dreimal so viele Menschen wie in der Schweiz. Es hat Platz genug für alle und der „easy going lifestyle“ zieht einem sofort in seinen Bann.

 

Bei uns „herbschtelet“ es in grossen Schritten, die Tage sind kürzer geworden, die Blätter verfärben sich und am Abend und in der Nacht waren wir schon paarmal froh über unser kleines Heissluftöfeli im Campervan. Das Ganze ist irgendwie schon noch komisch. Im europäischen Winter hatten wir heiss und schwül und während die Temperaturen in der Schweiz nun langsam anziehen, schauen wir dem Winter entgegen. Diese verkehrte Welt ist nur eine der für uns so faszinierenden Sonderheiten einer langen Reise.

 

Nachdem wir heute nun die zweite grosse Metropole von Australien, Melbourne, besucht haben, werden wir uns in den kommenden Tagen langsam ins Landesinnere bewegen. Auf dem Programm stehen gebirgige Nationalparks, romantische Weinregionen, riesige Eukalyptuswälder, alpine Bergregionen etc. bis wir in drei Wochen zurück in Sydney sind. Die gut drei Monate mit westlichem Standard neigen sich langsam dem Ende zu, ab Anfangs Mai erwartet uns eine ganz andere Geschichte – Asien!

 
schnell ein Foto, bevor die Flut kommt

(fast) keine Menschenseele, nur das Rauschen der Brandung

die Wineglass Bay gefällt uns nicht nur wegen dem Namen:-)

fast wie Weihnachten - wir haben Freude wie kleine Kinder

eines der zahlreichen Dörfchen zum Verlieben

eine Aussicht zum geniessen und abschalten

einen kleinen Moment zu spät abgedrückt...

diese knorrigen Wälder haben etwas märchenhaftes

solch ein Bild ist für uns schon fast Alltag

dies ebenfalls, auch hier waren wir mutterseelenalleine

"...und z'Bode ischer..."

Über sieben Brücken musst du gehen...

in der Tat eine sehenswerte Stadt - Melbourne

das zweite Wohnzimmer von Roger Federer
 
startklar für die Weiterreise