Jetzt reisen wir bereits das dritte Mal rund um die Welt und doch erleben wir immer wieder neues und leider auch unerfreuliches. Am Schluss von Zentralamerika haben wir die kriminellen Machenschaften dieser Region ziemlich eindrücklich und unschön erfahren - mit Jacquelines Maestrokarte wurde "Skimming" betrieben. Keine Angst, wir haben vorher auch nicht genau gewusst, was das ist. Aus diesem Grund hier ein kleiner Exkurs. Ein Bankomat in Honduras, bei welchem wir Geld bezogen haben, war manipuliert. Die Daten vom Magnetstreifen wurden mittels einem zusätzlich installierten Gerät gelesen und der PIN-Code mit einer Microkamera aufgezeichnet. Daraufhin haben die Betrüger mit den Daten eine neue Karte erstellt und sich grosszügig in der Dominikanischen Republik und in Florida von Jacquelines Konto bedient. Der Totalschaden beläuft sich auch knapp Fr. 3'000.--, die Karte wurde inzwischen gesperrt. Ist das nicht unglaublich?
Gerne berichten wir auch noch einmal von einer nervenaufreibenden Busfahrt. Wir mussten (einmal mehr) die Grenze von San Salvador nach Guatemala überschreiten. In Guatemala angekommen, wartete schon, wie nicht anders zu erwarten, ein klappriger "Chicken-Bus" (ist übrigens der offizielle Ausdruck dieser Büchsen). Es war heiss, stickig und das Gefährt überfüllt und unglaublich langsam. Der gute Chaffeur hielt alle paar Sekunden an um weitere Leute aufzunehmen (obwohl eigentlich schon lange kein Platz mehr vorhanden war). Punkt zwölf Uhr hatte er hunger, hielt an, lies den Motor laufen und stieg aus - es war Lunchtime. Alle Passagiere warteten bis der Fahrer nach einer Dreiviertelstunde wieder zurück kam. Ab diesem Zeitpunkt fuhr er wie ein Wahnsinniger, die Fahrt wahr ein regelrechtes Himmelfahrtskommando. Wir waren mega froh, als er uns endlich in der Zone 4 mitten in Guatemala City rausliess. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass diese Region zu den absolut übelsten und gefährlichsten von ganz Guatemala gehört. Der Instinkt von Jacqueline, unmittelbar in ein Taxi zu springen, war wohl sehr weise.
Nach diesem Trip haben wir dafür anschliessend unglaubliche Tage in Antigua erlebt. Diese Stadt strahlt eine Schönheit aus, welche sich gar nicht beschreiben lässt. Sie liegt inmitten von zahlreichen aktiven Vulkanen und besticht durch ein einzigartiges koloniales Erbe. Uns beiden hatte es fast das Herz abgedrückt, als wir diesen Flecken verlassen mussten. Aber eben, der Sinn einer Weltreise besteht unter anderem auch darin, dass der Weg immer weiter geht. Die letzten Tagen haben wir am ebenfalls wunderhübschen Lago Atitlan im westlichen Hochland von Guatemala verbracht. Falls jemand von euch die Bücher von Martin Sutter gelesen hat, an diesem Ort hatte er lange Zeit gelebt und dort seine Klassiker geschrieben, bevor er 2012 wieder in die Schweiz zurück gekehrt ist. Dieser Flecken ist in der Tat inspirierend (oder vielleicht auch "zu" inspirierend). Viele Aussteiger scheinen diese Atmosphäre etwas zu ernst zu nehmen und driften hier förmlich in andere Sphären ab. Wir sind glücklicherweise auf dem Boden geblieben und gestern zurück nach Mexiko gekommen. Weiter geht die Reise immer Richtung Norden bis nach Los Angeles.
Hasta la vista - ihr hört von uns!
| auf der anderen Seite der Brücke ist Guatemala |
| und einmal mehr Rucksäcke aufs Dach |
| bereit zur Abfahrt (ohne Vorahnung) |
| diese Ruhe in Antigua konnten wir gut gebrauchen |
| der Blick von der Dachterrasse unseres Hostels |
| und hier der Blick vom Aussichtspunkt |
| der Lago Atitlan kann mit den Schweizer Seen problemlos mithalten |
| und die Atmosphäre ist fast schon "heilig" |
| ihr sieht man es fast ein wenig an, nicht? |
| ihm dagegen etwas weniger:-) |
| und nun zurück in Mexico - wir freuen uns |
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