Die erste Destination in Mexico war San Cristobal de las Casas im Hochland von Chiapas. Wir waren vor 11 Jahren schon mal hier, haben daher nicht mehr soviel erwartet und waren so was von begeistert. Die Stadt strahlt extrem viel Flair aus, ist etwas ungehobelt, hat coole (und preisgünstige) Restaurants und liegt auf 2'200 M.ü.M. Hier treffen sich junge aufstrebende Mexikaner mit interessierten Touristen und indigenen Völker, welche direkt von den Mayas abstammen - alle wollen nur das eine, nämlich Freude haben am Leben...ach war das so etwas von gemütlich! Der farbenfrohe Markt belebt die Sinne und eine Bootsfahrt auf dem abenteuerlichen Cañon del Sumidero ist ein einmaliges Erlebnis mit Nachhaltigkeit. Allerdings mussten wir in San Cristobal auch einige wichtige Pendenzen erledigen, welche uns Zeit (und auch Nerven) gekostet haben: restliche Tage in Mexiko planen, Auto mieten auf der Baja California: ja oder nein? Auto in Kalifornien mieten: ja oder nein, Flüge buchen auf Hawaii, Camper mieten in Tasmanien, Auto mieten auf Hawaii, Camper mieten in Australien...nun gut, wir haben alles erledigt und können die weitere Reise (hoffentlich) entspannt und relaxed angehen. Damit ging unser Trip durch Zentralamerika zu Ende. Mit der Grenze zu Mexiko sind wir in Nordamerika angekommen. Mit etwas Wehmut denken wir trotz der Schweissperlen und Gefahren an die tolle Zeit in den mittelamerikanischen Staaten zurück - es war ein tolles Erlebnis!
Apropos Schweissperlen, nach wochenlanger tropischer Hitze waren wir froh, endlich in der Höhe zu sein. Die Luft hier ist frisch, die Tage sonnig und warm und die Nächte angenehm kühl - wir haben das genossen. Und wo Berge sind, da zieht es Jack Daniels hin, nämlich in die Sierra Norte. Wir haben einen zweitägigen Trek in dieser bezaubernden Landschaft auf über 3'000 M.ü.M gemacht. Stundenlange Wanderungen durch unberührte Pinienwälder, zwischendurch eine magische Waldlichtung mit einem "Kapälleli" oder ein friedlich dahin plätschernder Bergbach - das war wunderbar. Übernachtet haben wir in einem kleinen Dörfchen mit 100 Einwohner. Die Nacht in unserer spartanischen doch heimeligen Cabaña war ziemlich kalt, die vielen Wolldecken haben uns fast erdrückt. Zum Glück hatten wir ein wärmendes Cheminée. Mit einem Corona und Musik zu "Out of Africa" konnten wir am Feuer philosophieren, alte Erinnerungen teilen und von fernen Länder träumen - solche Augenblicke sind einzigartig, man vergisst sie sein ganzes Leben nicht mehr.
| Markttag - alles ist bereit zum Verkauf |
| die haben nicht mehr so grosse Lebensfreude |
| "nume nid gschprängt" |
| unser Lieblingsplatz in San Cristobal... |
| ...wo wir uns wohl und entspannt fühlen |
| eine Schlucht wie im Wilden Westen - es fehlt nur noch Winnetou |
| dafür ist er am Ort des Geschehens |
| letzte Erinnerungen an Zentralamerika |
| während Jacqueline schon auf einem Berg ist |
| wir beide mit zwei privaten Führer - das ist Luxus |
| Nachtessen ist bald fertig, es war extrem köstlich... |
| ...aber saukalt |
| am Feuer in unserem Zimmer träumen wir... |
| ...von diesem schmucken 100-Seelen Dörfchen... |
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| ...und von unserem Zentralamerika-Trip |

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